IM BRENNPUNKT

BEWEGTE ZUGEHÖRIGKEITEN

Nationale Spannungen, transnationale Praktiken und transversale Politik

EUROPA – darf man dieses Feld nur den Populisten mit ihrem schamlosen Ausnützen der Ängste des kleinen Mannes und der kleinen Frau, den Kleingärtnern rund um ihre eigene Haustür (dazu zählen auch Parteien) oder den Reiseveranstaltern für Billigflüge überlassen? Sind diejenigen, die „Europa“ als das große Friedensprojekt in den Mund nehmen, nur mehr jämmerliche Moralisten, denen der Strom der Zeit längst entglitten ist? Immer noch fehlt ein Forum für eine qualitätvolle Kritik am Projekt Europa – in einer kritischen Phase: Steht das Projekt Europa kurz vor seinem Scheitern? Oder doch nur an einem Wendepunkt?

 
Kontroversen um Migration und Integration haben sich als Themen der politischen Tagesordnung und von Wahlkampagnen in ganz Europa etabliert. Sabine Strasser beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit den innovativen und kreativen Potentialen von Menschen mit transnationalen Erfahrungen. U.a. bringt die Forscherin durch empirische Daten Grundlagen für theoretische Reflexionen von differenzierten und mehrstufigen Bürgerschaften. 

 

Univ.-Doz.in Dr.in Sabine Strasser ist Sozialanthropologin, sie ist Associate Professor am Department of Sociology an der Middle East Technical University in Ankara sowie Dozentin am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien.


Moderation: Univ.-Doz.in Dr.in Helga Mitterbauer, Institut für Germanistik, KFU Graz
 

Anmeldungen:

Akademie Graz
Elke Riedlberger
 0316 837985-14 
elke.riedlberger@akademie-graz.at



MONTAG, 15. MÄRZ 2010
BEGINN: 19.00 UHR
Kulturzentrum bei den Minoriten
Mariahilferplatz 2

sabinestrasser3sw
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