Mit Gustl Eisner (Leiter VinziNest), Balthasar Rauter, Geza Horvath
Moderation: Thomas Wolkinger, FALTER
Bettelverbote bestrafen Individuen in Notlagen, den Grund des Bettelns, die Armut, bekämpfen sie jedenfalls nicht. Wie können sinnvolle Hilfsmaßnamen aussehen? Welche Alternativen gibt es zum Betteln?
Betteln gilt bei manchen Gruppen der Roma durchaus als eigener Beruf. Bedingt durch die gegenwärtige Situation in den ehemaligen Ostblockländern stellt das Betteln allerdings oft die einzige Möglichkeit dar, die Familie zu erhalten. Mit der Vollbeschäftigung der kommunistischen Ära hat sich der Arbeitsbegriff der Roma gewandelt, auch körperliche Arbeit hat hohen sozialen Stellenwert. Doch als die Verlierer der Wende sind Roma von der Arbeitslosigkeit überproportional stark betroffen: In einigen Ländern liegt die Arbeitslosenrate unter Roma bei 80-90% (http://ling.kfunigraz.ac.at/~rombase/index.html). Rassismus und massive Ausgrenzung machen es den Roma weitgehend unmöglich, überhaupt Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten.
AB 20:00 Uhr
SHUKAR COLLECTIVE LIVE! präsentiert einen außergewöhnlichen Soundclash aus traditioneller Musik der rumänischen Ursari-Roma und elektronischen Soundspielerein, Breakbeats sowie Drum&Bass-Elementen
Dan Handrabur aka Dreamdoktor (Keyboards, Samples & Geige), Lucian Stan aka DJ Vasile (Samples & Turntables), Cristian Stanciu aka Matze (Samples), Vlaicu Golcea (Kontrabass & Samples), Tamango (Gesang & Löffel), Sorin Shukaru’ (Gesang, Akkordeon & Percussion)
http://www.myspace.com/shukarcollective
Shukar Collective bringt einen einzigartigen Soundclash aus traditioneller Musik rumänischer Roma mit elektronischen Soundspielereien, Breakbeats und Drums&Bass-Elementen.
Shukar Collective sind die traditionelle Band Shukar (Sorin Shukaru’ und Tamango) gemeinsam mit Vertretern des Bukarester Underground, darunter Lucian Stan (alias DJ Vasile), Komponist Cristian Stanciu und Jazz-Bassist Vlaicu Golcea.
Shukar spielt traditionelle Ursari Musik, die Musik der Bärentreiber, die mit Gesang, Rufen und Rhythmusinstrumenten wie Löffeln den Bären zum Tanzen brachten. Der dunkle, raue Klang der Gesangsstimmen, die fremdartige Sprache, das Klappern der Löffel als Percussionelement, wabernde Bässe und digitale Verfremdungselemente geben dem Sound bizarre Färbungen und eine geheimnisvolle Aura, die nur noch wenig mit dem zu tun hat, was hierzulande unter dem diskriminierenden Stichwort "Zigeunermusik" firmiert. (Michael Frost)