HERBSTVORLESUNG

UNRUHE BEWAHREN

TRILOGIE DER LEBENDIGKEIT - Die einfachen Dinge des Lebens

PETER STRASSER:
VORTRAG, LESUNG, DISKUSSION

VORTRÄGE VON PETER STRASSER ZUM DOWNLOAD:

 

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Die einfachen Dinge des Lebens:
Geborenwerden, Jungsein, Altwerden und Sterben sind einfache Dinge des Lebens. Sie sind für jeden Menschen fundamental. Andere liegen zwischen Geburt und Tod, als oft geübte Tätigkeiten, vom Zähneputzen, Staubsaugen, Fernsehen bis zum Liebemachen. Immer jedoch handelt es sich darum, dass die Dinge, die man tut, das Gefühl wachhalten und nähren, das eigene Leben vielleicht nicht üppig, aber ganz zu leben. Und weil den einfachen Dingen des Lebens eine Ahnung vom guten Leben innewohnt, sind sie innerlich all dem verpflichtet, was unser Leben mit Sinn begabt: dem Sinn unseres Lebens.

 


 

Die Sehnsucht in uns allen:
Die Begehrlichkeiten der Karrieristen, Realisten, Hedonisten übertönen jene, die als "unverbesserliche Romantiker" gelten. Einen Stern gebären, der gro-ßen Liebe leben, das Paradies erobern wollen – was könnte unproduktiver, versponnener anmuten? Und doch: Von Epoche zu Epoche erneuert sich das Wechselspiel zwischen der Sehnsucht in uns allen und dem groben Sinn fürs Reale. All unserer erdflohhaften Lebenstüchtigkeit ist ein Sehnsuchtspfeil ein-gesenkt. Nicht immer bemerkt, häufig verleugnet, liegt er bereit – bereit, um über uns hinauszufliegen, und wir mit ihm...

 


 

Glück ist das Gefühl, lebendig zu sein.
 Nein, wir haben das Glück nicht erfunden, wir haben es demokratisiert. „Das größte Glück für die größte Zahl“, lautet die Devise seit den Tagen der libera-len Glücksethik. Heute sollen jene unter uns, die tüchtig etwas leisten, das Recht haben, glücklich zu sein. Seltsam nur, dass die Klage nicht verstummt: Aus unserer Kultur habe sich das Leben zurückgezogen. Unser Spaß, unsere Wellness seien leblos. Woher kommt die Misere des leblosen Glücks? Stras-ser unternimmt es, den Zusammenhang zwischen Glück und Lebendigkeit zu erkunden. Seine These lautet: Glück ist das Gefühl, lebendig zu sein.

Mit der Frühlingsvorlesung 2009 beginnt eine neue Essay-Reihe im Residenz-Verlag:

UNRUHE BEWAHREN
Frühlings- und Herbstvorlesungen/Grazer Vorlesungen
Residenz-Verlag 2009 ff
Redaktion: Astrid Kury, Claudia Romeder, Harald Klauhs
Wissenschaftliche Beratung: Peter Strasser (Graz), Thomas Macho (Berlin)

Band 1: Dimitré Dinev, Barmherzigkeit, St.Pölten-Salzburg 2010
Band 2: Thomas Macho, Das Leben ist ungerecht, St.Pölten-Salzburg 2010
Band 3: Anneliese Rohrer, Das Ende des Gehorsams (erscheint nicht im Residenz-Verlag)
Band 4: Peter Bieri (Pascal Mercier), Wie wollen wir leben?, St. Pölten-Salzburg (Erscheinungstermin Herbst 2011) 



Montag, 07. November 2011
Beginn: 19:00 Uhr
Stadtmuseum Graz
Sackstrasse 18, 8010 Graz

Veranstaltet von Akademie Graz, in Kooperation mit stadtmuseumgraz, DIE PRESSE und Residenz-Verlag.

Peter Strasser ist Professor für Philosophie am Institut für Rechts-philosophie, Rechtssoziologie und Rechtsinformatik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Zuletzt publizierte er "Die einfachen Dinge des Lebens", im März 2011 ist "Was ist Glück. Über das Gefühl, lebendig zu sein." im Wilhelm Fink Verlag, München erschienen.

 

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