Die Proteste und Revolten des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 wurden größtenteils von einer jungen, urbanen arabischen Generation getragen. Religiöse Themen spielten dabei keine Rolle. Islamistische Gruppierungen traten nur am Rande in Erscheinung.
Aus den folgenden Wahlen in Tunesien und Ägypten gingen jedoch gemäßigte islamistische Parteien als Wahlsieger hervor, und der Abzug der US-Truppen aus dem Irak hat eine neue Welle religiös motivierter Anschläge ausgelöst.
Wo steht die Arabische Welt heute? Ist der radikale politische Islam am Ende oder erwächst ihm aus dem politischen Vakuum nach dem Sturz der Diktatoren neue Kraft?
Prof. Dr. Reinhard Schulze, geb. 1953. Studium der Islamwissenschaft, Semitistik, Linguistik und Romanistik in Bonn, Diplom 1976, Promotion 1981. 1982-84 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients, Hamburg; 1984-85 Vertretung einer Professur für aussereuropäische Geschichte in Essen; 1985-87 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Orientalischen Seminar der Universität Bonn; 1987 Habilitation. 1987-92 Professor für Orientalische Philologie, Ruhr-Universität Bochum; 1992-95 Professor für Islamwissenschaft und Arabistik, Universität Bamberg. Seit 1995 Ordentlicher Professor für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie, Universität Bern. 1998-2001 Planungschef der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern. 2001-03 Vizedekan, 2003-07 Dekan der Philosophisch-historischen Fakultät, Universität Bern.
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