24.02.2015 - 23.03.2015

GRAZ OFFENE STADT

subversiv - Raum für Alternativen

Ausstellung mit Werken von:

Ovidiu Anton, Tanja Fuchs, Sonja Gangl, Marlene Hausegger, Kartin Hornek, IEFS Kiesling & Stolberg, Robert Jelinek, Helmut Kandl, Renate Krammer, Andreas Leikauf,  MeerSau, Erwin Polanc, Erwin Posarnig, Oliver Ressler, Max Schaffer, Josef Schützenhöfer, Stadtwerkstatt Linz & Deborah Sengl, Gustav Troger, Addie Wagenknecht, Peter Weibel, Roswitha Weingrill, Anita Witek 
 

Subversiv zu sein, ist ein Standard in der zeitgenössischen Kunst. KünstlerInnen machen gesellschaftspolitische Statements und kritisieren bestehende soziale und politische Ordnungen. Das hat dazu geführt, dass Kunst mitunter als letzte Strategie des Krisenmanagements instrumentalisiert wird.
Es zählt aber nicht nur der Aktivismus, der breitenwirksam im sozialen oder öffentlichen Raum aufrüttelt und provoziert. Ebenso wichtig sind Arbeiten, in denen die Subversion anders wirksam wird: Als unaufdringliche, subtile oder auch deutliche Irritationen und Konfrontationen, die neue Zwischenräume aufschließen im zunehmend von Verboten reglementierten, mit Überwachung kontrollierten und von Ökonomisierung eingeschränkten Raum der Stadt.

 

Kunstausstellung zur bestehenden Dokumentationsausstellung „Graz – Offene Stadt. Ordnungspolitiken und Möglichkeitsräume

Kooperation von Akademie Graz, GrazMuseum und Institut für Kulturanthropologie der KFU Graz
 


 

Info zur Dokumentationsausstellung „Graz – Offene Stadt. Ordnungspolitik und Möglichkeitsräume“:
International wie auch in Graz ist eine zunehmende Reglementierung des Lebens im öffentlichen Raum festzustellen. Anstatt einer Erosion der sozialen Kohäsion entgegen zu wirken, wird unter den Schlagworten der Sauberkeit und Sicherheit eine Kultur der gegenseitigen Kontrolle gefördert.
Diese Ausstellung dokumentiert, wie sich damit Schritt für Schritt ein bedenklicher Wertewandel vollzieht. Thema sind Verbotspolitiken und Ausgrenzungsmechanismen in Graz. Dem stellen wir an Hand von ausgewählten Beispielen die optimistische Perspektive einer Offenen Stadt entgegen, in der das durchaus auch konflikthafte Aushandeln unterschiedlicher Raumnutzungen als Zeichen von Urbanität gilt.

Konzept: Sibylle Dienesch, Astrid Kury, Johanna Rolshoven | Ausstellungsteam: Ruth Dorothea Eggel, Robin Klengel, Elisabeth Luggauer, Heidi Oswald, Christina Töpfer unter Mitarbeit von Martin Behr, Ronald Frühwirth, Joachim Hainzl | Technische Leitung: Christian Smretschnig | Grafik und Ausstellungsdesign: Nina Bammer
Ausstellungsdauer: 02.10. – 23.03.2015
Öffnungszeiten: Mi – Mo, 10.00 – 17.00 Uhr
GrazMuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz, T +43 316 872-7600, grazmuseum@stadt.graz.at

www.facebook.com/GrazOffeneStadt
www.akademie-graz.at
www.volkskunde.uni-graz.at

Eröffnung am 25.02.2015, 18.00 Uhr,
GrazMuseum: Foyer und Gotische Halle

Ausstellungsdauer 26.02. – 23.03.2015

Öffnungszeiten: Mi – Mo, 10.00 – 17.00 Uhr
GrazMuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz
T +43 316 872-7600
grazmuseum@stadt.graz.at

www.facebook.com/GrazOffeneStadt
www.akademie-graz.at
www.volkskunde.uni-graz.at

Eine Kooperation von Akademie Graz und GrazMuseum
Kuratiert von Martin Behr und Astrid Kury

unterstützt von:
Nachlese
IG PUTZEN
Ausstellung und Programmsynthese und Kooperation zur Praxis einer offenen Stadt

Die kulturanthropologische Stadtforschung konstatiert eine international boomende Gebots- und Verbotskultur im öffentlichen Raum – Reglements des menschlichen Verhaltens, die in kleinen Schritten die grundlegende Idee, was ein öffentliches Gemeinwesen ist, verändern. Anstatt einer Erosion der sozialen Kohäsion entgegen zu wirken, wird eine Kultur der gegenseitigen Kontrolle gefördert. Sicherheit und Sauberkeit sind die politischen Schlagworte. Besonders bedenklich ist dabei die Aufweichung des Gewaltmonopols durch Beauftragung von Firmen zur Überwachung dieser Ordnung. Der öffentliche Raum wird zum ‹Fahndungsraum›
(W. Kaschuba).

GRAZ OFFENE STADT
Ordnungspolitik und Möglichkeitsräume


Welche Stadtkultur wäre wünschenswert für Graz? Wer bestimmt, wie und von wem die Stadträume genützt werden?

International wie auch lokal ist eine zunehmende Reglementierung des Lebens im öffentlichen Raum festzustellen. Anstatt einer Erosion der sozialen Kohäsion entgegen zu wirken, wird unter den Schlagworten der Sauberkeit und Sicherheit eine Kultur der gegenseitigen Kontrolle gefördert.
Wie sich damit Schritt für Schritt ein bedenklicher Wertewandel vollzieht, wird in dieser Ausstellung dokumentiert. Dem stellen wir die optimistische Perspektive der Offenen Stadt entgegen, in der das Aushandeln unterschiedlicher Raumnutzungen als Zeichen von Urbanität gilt.

Eine offene Stadt ist nicht konfliktfrei. Aber es braucht eine Kultur der Offenheit, um den politischen, kreativen und lebendigen Möglichkeitsraum Stadt aufrecht zu halten.
 


 

GRAZ OFFENE STADT
Dokumentationsausstellung und Kunstausstellung subversiv
Städtische Streitkultur
Offenes Gespräch mit Performance

Die Abstimmungsergebnisse der GrazerInnen im Zuge des partizipativen Kunstprojekts von InterACT liegen vor. In diesem Publikumsgespräch wird über erwünschte und unerwünschte städtische Streitkultren diskutiert: Welche Handlungsmöglichkeiten stehen bei Konflikten zur Verfügung, welche haben sich bewährt, welche nicht, und welche sollen in Zukunft im Verhaltensrepertoire mehr Rolle spielen?

Mit AkteurInnen von InterACT, Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle), Helmut Steinkellner (Caritas-Jugendstreetwork) u.a.
Moderation: Michael Wrentschur (InterACT), Astrid Kury (Akademie Graz)

Akademie Graz
Schmiedgasse 40/I, 8010 Graz
STADTPLAN



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