23.04.2015 - 30.05.2015

KUNST VOR ORT

AUSSTELLUNG MARIANNE LANG

Marianne Lang, geb. 1979 in Graz, setzt sich mit der Durchdringung von Räumen auseinander, fiktiven, realen, eingebildeten und erinnerten. Bevorzugt arbeitet sie im Bereich der Zeichnung, die dann auch in Rauminstallationen ausgreifen. Sie studierte an der Universität Mozarteum Salzburg Malerei und neue Medien bei Dieter Kleinpeter. Zahlreiche Preise und Stipendium, u.a. Staatsstipendium für bildende kunst 2010 oder Euregio Kunstpreis 2008. Einzelausstellungen in der Albertina in Wien (2013), im Kunstverein Salzburg und der KHG Graz (2011), im Architekturforum Oberösterreich und im Stadtmuseum Graz/Akademie Graz (2010).

 


 

 

Marianne Lang beschäftigt sich schon seit Längerem mit Raum- und Bildanalysen. Sie interessiert sich für das Herstellen von Behausungen. Raumeroberungen von Mensch und Natur werden in jeweils eigenen Formen analysiert und mitunter in Beziehung gesetzt – vor allem „Schädlinge“ und „Unkraut“ liefern hier interessante Parallelen. Sie arbeitet dabei bevorzugt im Medium der Zeichnung, aber auch der Fotografie und der Installation – meist spielt allerdings auch hier das grafische Instrumentarium eine wesentliche Rolle. Subtile Analyse und feine Ironie ergänzen sich dabei aufs Beste. In ihren Installationen eröffnen sich auf Wänden und Mauern fiktive Räume, oder sie arrangiert Raumelemente zu verwirrenden Verschachtelungen. Materialitäten und Proportionen verändert sie so, dass Wahrnehmungsgewohnheiten aufs erste unbemerkt unterwandert werden.

 

AKADEMIE GRAZ in Zusammenarbeit mit LICHTUNGEN und

AKTUELLE KUNST IN GRAZ

AUSSTELLUNG

MARIANNE LANG


ERÖFFNUNG
Donnerstag, 23.04.2015 18.00 Uhr
Um Voranmeldung wird gebeten!


ORT
Akademie Graz
Schmiedgasse 40/I, A-8010 Graz
0316 / 837985-0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at

DAUER DER AUSSTELLUNG
24.04. – 22.05.2015

ÖFFNUNGSZEITEN
Mo – Do, 8 – 16 Uhr
Fr, 8 – 12 Uhr und nach Vereinbarung

 

Galerientage: 15. – 17. Mai 2015

Fr, 15.5.2015: 18 – 23 Uhr
Sa, 16.5.2015: 11 – 19 Uhr
So, 17.5.2015: 11 – 17 Uhr

unterstützt von:
Graz Kultur
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Logo und Link Aktuelle Kunst in Graz
Nachlese
KUNST VOR ORT
Ausstellung Gustav Troger

Eröffnung: 12.11.2014
Ausstellungsdauer: 13.11. – 09.01.2014


Gustav Troger, geb. 1961 in Kohlschwarz/Stmk. Troger lebt und arbeitet seit 1989 in Los Angeles und Graz, er arbeitet(e) unter den Pseudonymen Clarence Anglin, Dr. Watson und Antonin Nalpas, the collector und Mirror­man. Auszeichnungen u.a.: 1987 Otto­-Mauer­-Preis, 1992 Staatsstipendium, 2002 Würdigungspreis des Landes Steiermark für bildende Kunst. 

Kunst vor Ort
Finissage Ausstellung Gustav Troger - comic abstraction

comic abstraction

AKA   DEMIE   G   RAZ   SCH   MIED   G   ASSE   40, 16. DEZ, 18.00

Imagine,
With a Little Help From My Friends,
The Child is Black, The Child is White,
Chase This Crazy Bold Hands out of Town,
Blowin in the Wind,


FINISCHAS®, WEIHNICHTSF   EIER,
CROWD + KN ÖDEL, GL   ÜH + W   EIN, H   ACH HUCKEN   K REUZ
HUCH   HA   KENKREUZ   , SPR   ACH   UN D   BILDFINDUNGSANSTRÄNGUNG


You’ve Got The Blues

Le couple d’Avignon celebrating and inaugurating

DA D  K   NU   DDLE       ST AND   ART  
The   B   lack   Living   CUB   IST   SCULPTURE

in memory of   RUH   DOLF   ST   EINER

Men in Black,

THANKS FOR COMING WE APPRECIATE

Musée d’Art Moderne, Dèpartment des Aigles, Section des figures DADA
BROT HEARS   BROTH EARS   B   ROT   HÖRT
© Reizmuster, trogermirrortravel

® Wort   Sp   ende, Heidi O

stuff members: Astrid Kury, Bob Dylan, Bob Marley, Dorothee Steinbauer, Elke Riedlberger, Franz Kafka, Gernot Rath, Gustav Troger, Heidi Oswald, Heinz Fischer, Ingrid Vien, Joe Cocker, John Lee Hooker, John Lennon, Johnny Cash, Joseph Beuys, Karl Valentin, Linus, Marcel Broodthaers, Michael Jackson, Michaela Reichart, Robert Crumb, Walter Titz.

get stuffed too, suggested black clothing

KUNST VOR ORT
AUSSTELLUNG ANDREAS VORMAYR

ANDREAS VORMAYR


Bodenobjekte
 

Lucio Fontana, Rosemarie Trockel oder Ai Weiwei, um drei bekannte Namen beispielhaft zu nennen, haben neue Zugänge zur keramischen Kunst eröffnet. Sie zeigten, dass die Möglichkeiten der Keramik praktisch unendlich sind – denken wir nur an die Plastizität des Tons, ein einfaches und natürliches Material mit vielfältiger Form- und Bearbeitbarkeit, ein Jahrtausende überdauerndes Speichermedium; ebenso die Vielfalt der Glasuren mit ihren farblichen, strukturellen, materiellen Qualitäten. Lucio Fontana wandte die Zerstörung als ikonoklastisches wie schöpferisches Prinzip, wie er es mit seinen berühmten aufgeschlitzten Bildern entwickelt hat, auch auf seine keramischen „Concetti spaziali“ (Raumkonzepte) an. Rosemarie Trockel folgte diesem konzeptuellen Weg Fontanas. Im scheinbar rücksichtslosen Experimentieren und Kombinieren abseits jeder handwerklichen Korrektheit setzt sie das Material so frei, dass niemand dabei mehr an keramische Arbeiten denkt und doch jeder seine Position zur Keramik überdenken muss. Da gibt es Arbeiten, die z.B. durch Abdrücke von Fleisch entstanden sind und massige, intensiv farbige Wandskulpturen bilden, minimalistische Objekte ebenso wie organisch-wuchernde Allusionen. Ai Weiwei bezieht sich auf die über viele Jahrhunderte erarbeitete Meisterschaft in der Keramik, wenn er eine wertvolle alt-chinesische Vase auf dem Boden zerschellen lässt; und ebenso, wenn er von einer traditionellen Porzellanmanufaktur unzählige Sonnenblumenkerne herstellen lässt. Mit diesen Performances und Installationen entwickelt er wirkmächtige ästhetische Szenarien, die Kritik am aktuellen politischen System in China zum Ausdruck bringen.
Obwohl der keramischen Kunst gerne der Vorwurf des Kunsthandwerklichen entgegen gebracht wird, ist doch die Auseinandersetzung mit Ton und Glasur eine kontinuierliche in der Kunstgeschichte, und das gilt auch für die zeitgenössische Kunst – ja es ist sogar ein regelrechter Trend festzustellen. Reizvoll für viele ist dabei die Tatsache, dass das keramische Objekt in seiner Herstellung immer auch dem Zufall unterworfen ist. Der Steuerung des Produktionsprozesses sind Grenzen gesetzt und so wird der Zufall zu einer willkommenen Möglichkeit der unerwarteten Transformation.

Andreas Vormayr studierte Keramik an der Meisterschule für Kunst und Gestaltung an der HTBLVA Ortweinschule Graz bei Irmgard Schaumberger. Andreas Vormayrs Bodenobjekte sind Form- und Oberflächenanalysen des Keramischen entgegen den Konventionen des Keramischen (was einige technische Herausforderungen mit sich bringt). Er greift das Motiv des Gefäßes auf, aber es sind dennoch abstrakte Formen, die Vormayr bewusst auf der Basis von industriellen keramischen Verarbeitungstechniken entwickelt. Er generiert so zum Beispiel an Schamotterohre erinnernde Basisformen, die er mit Ton und dick aufgetragenen Glasuren überarbeitet. Diese lassen dann im Brennvorgang Formen entstehen, die sich wie Natur verhalten, wuchernd und überquellend. Andreas Vormayr stellt seine Glasuren selbst her. Ziel seiner Experimente ist, dass die Glasuren im Brennvorgang gewissermaßen ein Eigenleben entwickeln. Die daraus entstehende plastisch-haptische Qualität der glasierten Oberflächen wird durch die Verwendung gedeckter Farben wie weiß, dunkelblau, grau oder schwarz noch betont.

Die nüchternen Ausgangsformen werden direkt aus der Strangpresse entwickelt bzw. sind es aus Platten aufgebaute geometrische Formen. Oder ein Rohr wird in Segmente zerschnitten, aus denen eine neue Hohlform aufgebaut wird, wobei die einzelnen Teile so zueinander versetzt sind, dass die Segmentierung formal dominant bleibt.
Ton ist ein perfekter Speicher. Ungebrannt ist er immer wieder verwendbar; wobei zu beachten ist, dass Ton ein „Gedächtnis“ hat, das heißt alle Formvorgänge werden im Material gespeichert. Wenn Ton gebrannt wird, kristallisiert die Form mit allen Informationen und es entsteht dadurch etwas Neues. Um an ein Neues, Anderes heranzukommen, ist aber auch eine Distanzierung vom vorhandenen Wissen erforderlich. Die technischen Herstellungsverfahren ermöglichen es Andreas Vormayr, neutrale Formen herzustellen. Kontrastierend dazu beruht die Entwicklung der selbst hergestellten Glasuren auf dem „Fehler“ als Gestaltungselement – schon eine einzige Blase wäre üblicherweise ein solcher. Andreas Vormayr legt es aber gerade darauf an, dass seine Glasuren im Brennvorgang aufkochen, damit die aufplatzenden Blasen unterschiedliche Strukturen bilden, die wie Schaum oder poröse Knochen oder wuchernde Bakterienkulturen wirken. Die Glasuren sind damit das dominierende plastische Gestaltungselement, sie geben dem Objekt seine endgültige Form und Ausdruckskraft. Präsentiert werden diese schweren Bodenobjekte als Reisende, in Begleitung ihres schützenden Gehäuses – schaumstoffgefütterte Transportboxen, die die Fragilität der massiven Formen vor Augen führen.

KUNST VOR ORT
AUSSTELLUNG GERTRAUD ENZINGER

GERTRAUD ENZINGER
lebt und arbeitet in Gleisdorf. Sie studierte Sprachen an der Universität Graz und am Columbia College Missouri, USA. 2014 absolvierte sie die Meisterklasse für Bildhauerei an der Ortweinschule bei Markus Wilfling. Sie arbeitet in den Bereichen Objekt, Installation und Fotografie. Materialien, naturfremde wie natürliche, lässt sie den Kontext wechseln, ihre Materialität, ihre Form und ihre Oberflächen werden zum Ausgangspunkt von bildhauerischer Eingriffen, verwandeln sich in Haut oder Körper. Licht und umgebender Raum spielen bei ihren installativen Inszenierungen eine zentrale Rolle.

 

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
„Small Pieces“, Galerie Lendl, Graz, 2014; „Übungsfahrt“, kunstlos, Kirchberg, 2014/2005; Galerie 44QM, Hartberg, 2013; 4th Triennial of Textile Art, Szombathely (H), 2012/2009; „10days10artists” / SLOW! Zeit als gestaltbare Dimension, Hartberg, 2012; „Museum Frauen Circus: unterwegs“, Pavelhaus, Bad Radkersburg, 2012; „Leben: Die Praxis der Zuversicht“, kunstost, Museum im Rathaus, Gleisdorf, 2012; „Vanish/Survive“, Art Gallery Arka, Vilnius (LT), 2011; Palazzo Mocenigo, Venedig (I), 2011/2007; Salon de l`Hotel de Ville, Montrouge, Paris (F), 2011/2007/2005; „The Reverse and the Front Side“, Galèria SVU, Bratislava (SK), 2011; „Miniartextil”, Como (I), 2010/2006/2004; „Participation Nature“, Pöllau, 2010; Höhler-Biennale, Gera (D), 2009; „Lichtspiele”, HWK Hannover (D), 2009; „Bruch/Fraction“, IGW Engi, Textilforum Schweiz, 2008; „Oststeirische Netzkultur”, Installation im öffentlichen Raum, Weiz, 2008.

AUSZEICHNUNGEN
Preis der Ungarischen Akademie der Künste, 4th Triennal of Textile Art, Szombathely, (2012); Meisterklassen-Stipendium der Akademie Graz, (2014).



 

Akademie Graz
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STADTPLAN

 

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