22.11.2017 - 20.12.2017

ZEITGEFÜGE

AUSSTELLUNG JUDITH SAUPPER

Wie ist der Raum beschaffen, wenn er nicht erfahren wird? Wie kann man Zeit bildlich darstellen? Judith Saupper beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und erarbeitet in Form von Collagen, sowohl heuristisch als auch künstlerisch, zweidimensionale Arbeiten auf Papier, Modelle von Hochhäusern und Nicht-Orten sowie collagierte Raum-Objekte und Installationen. Die Künstlerin geht dabei von der urbanen Gegenwart aus, wobei ihr Fokus auf der erfühlten Qualität von Räumen liegt.

 

Eine Kooperation von Akademie Graz, Haus der Architektur und
LICHTUNGEN - Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik.

 

Ausstellungseröffnung ZEITGEFÜGE am 22.11.2017 um 18.00 Uhr
in der AKADEMIE GRAZ, Neutorgasse 42, 8010 Graz
               mit einer Lesung von Ferdinand Schmalz

Eröffnung durch Kulturlandesrat Christopher Drexler

 

Ausstellungseröffnung RAUMGEFÜGE am 22.11.2017 um 19.00 Uhr
im HAUS DER ARCHITEKTUR, Mariahilferstraße 2, 8020 Graz
             mit einer Diskussion über Stadtempfinden:
             Johanna Rolshoven, Kulturanthropologin an der KFU Graz und
            Künstlerin Judith Saupper im Gespräch mit Markus Bogensberger und Astrid Kury

 

 

unterstützt von:
Nachlese
Ausstellung Andrea Sadjak
DINGE DER LIEBE

Andrea Sadjak beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft, menschlicher Innenwelt und Außenwelt. Der Ton - als eines der ältesten Materialien - wird dabei zum Speichermedium und dient als Archiv individueller Geschichten. Ausgangspunkt ihrer Installationen sind romantische Postkarten, die sich ihre Großeltern geschrieben haben. Sie entwickelt daraus unterschiedliche visuelle und haptische Erzählungen zu Liebe und Berührung.

 

 


 

Ausstellung Friederike Schwab
waiting clothes

Friederike Schwab ist eine jener seltenen Persönlichkeiten, die sowohl im Gebiet der bildenden Kunst als auch der Literatur zu Hause sind und sich gleichwertig beider Formen des Ausdrucks bedienen. 

Die Erforschung der Kraft der Farbe bestimmt ihr Oeuvre. Zum Thema Krise passt außer den Bildern mit dem Titel "waiting clothes" eine kleine feine in monochromem Weiß gehaltene Arbeit – Farbigkeit ex negativo. Es ist ein Kästchen, das die „Die Kleider der Woche“ in Miniaturausführung birgt. Auf einem Preisschild sind den Kleidungsstücken Emotionen zugewiesen. Trage ich heute Liebe, Neid oder Gelassenheit? Sich seiner Gefühle bewusst zu werden, ist das Thema der Gegenwart: Hass als berechtigte Wut ausleben. Zornig und rücksichtslos sein dürfen. Die Liebe lächerlich finden. Gefühle kommen in den Rang politischer Handlungen. In diesem Sinn, so die Künstlerin, umfasse „Die Woche“ metaphorisch die Momente des Lebens: Selbstausdruck im Sekundentakt. Jeder Moment erfordert eine Entscheidung, wer wir sind. Erfordert es, eine Haltung anzunehmen oder eine Maskierung zu bevorzugen. Freiheit wählen oder Verantwortung ablehnen. Das Kästchen ähnelt täuschend einem Kinderspiel. Die in Gips getauchten Kleidchen wirken wie bleiche Häute, anziehend fremdartig und abschreckend körperlich. Auch das Kästchen selbst ist wesenhaft und kann sich zur Welt hin abschließen. Weder in uns noch in andere können wir so hineinschauen wie in dieses Kästchen. Wir wissen nur zum Teil, welche schönen und schrecklichen Möglichkeiten in uns verborgen sind. Freiheit ist unsere Hoffnung. Kunstbetrachtung öffnet dafür ein Zeitfenster.

 


 

SCHWÄRMEN + VERNETZEN
swarming + networking

Die transdisziplinäre Kunstausstellung untersucht die Möglichkeiten grenzüberschreitenden Arbeitens in der Kunst. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Autorin Gertrude Grossegger, der Installationskünstlerin und Molekularbiologin Nayarí Castillo und dem Klangkünstler Hanns Holger Rutz. Ziel ist die Entwicklung neuer Verbindungen zwischen Text, Raum und Klang. Dazu haben sich die drei KünstlerInnen experimentell mit dynamischen Systemen des Schwärmens und Vernetzens in der Natur auseinandergesetzt und beziehen sich dabei auf die wissenschaftliche Erforschung der Schwarmintelligenz.

The transdisciplinary art exhibition explores the possibilities of boundary crossing in art. The project is a collaboration between writer Gertrude Grossegger, installation arts and trained molecular biologist Nayarí Castillo, and sound artist Hanns Holger Rutz. In order to make novel connections between text, space and sounds possible, the three artists put themselves into an experimental arrangement, topically structured around dynamical systems of swarming and networking, originating from nature. The project incorporates scientific research on swarm intelligence.

 

Eine Kooperation von / a cooperation by:
Akademie Graz, LICHTUNGEN, Artlife Lab KFU Graz, Algorithms that Matter (FWF AR 403) und Stift St. Lambrecht.

 

SCHWÄRMEN UND VERNETZEN
KünstlerInnengespräch

Am Dienstag 19.09. ist zum letzten Mal die Ausstellung 'Schwärmen+Vernetzen' in der Akademie Graz zu sehen und zu hören. Um 15:00 Uhr wird es dazu ein KünstlerInnengespräch und eine Lesung von 'Laufende Rhythmen' von Gertrude Grossegger geben.


Neben den drei Holobionten dürfen wir dort als weitere Gäste begrüßen: Asya Ilgün --Architektin und derzeitig Research Fellow am Artificial Life Lab der
Karl-Franzens-Universität Graz. Sie erforscht die Übergänge und Interaktionen zwischen Technologie/Architektur und Natur anhand von 3D-gedruckten Bienenstöcken. David Pirrò -- Komponist und ausgebildeter Physiker, Institut für Elektronische Musik und Akustik der KUG Graz. Er forscht an dynamischen und physikalisch-modellierten Systemen und untersucht im Rahmen des Projektes 'Algorithms that Matter' gemeinsam mit Hanns Holger Rutz die experimentellen und materiellen Bedingungen algorithmischer Klänge.

Moderation: Astrid Kury (Akademie Graz).

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at