PASSAGEN_05

IRMGARD SCHAUMBERGER /////////////////// MONIQUE SCHWITTER

Bildende Kunst und Literatur

Wenn ich nicht draußen bin, bin ich drin.
Eine gemeinsame Ausstellung von Irmgard Schaumberger (bildende Kunst) und Monique Schwitter (Literatur).

Thema der Ausstellung sind Gedanken- und Erinnerungsfragmente, aus denen sich Geschichte und Geschichten formen. Material sind Ton und Ton, die entlang und zwischen den Wänden schweben.

Irmgard Schaumberger ist Keramikerin, was das Material betrifft, mit dem sie arbeitet und das sie als uralten kulturellen Speicher nutzt und versteht: „Ton, weil er alles beinhaltet: die Zeichnung, die Form, die Farbe, das In-sich, das Außen und das Dazwischen“ (Irmgard Schaumberger). In medienreflexiver Weise schreibt sie dem Ton in minimalistischen Installationen und Interventionen ihre Gedanken und Konzepte ein. Wort und Ton werden informell und doch poetisch miteinander verbunden und gestalten in feinen Eingriffen den Raum.
Irmgard Schaumberger, * 1960 in Graz, lebt in Graggererberg in der Steiermark. Sie besuchte die Kunstgewerbeschule in Graz (Abteilung Keramik), studierte anschließend in Wien, Perugia sowie in Linz (Keramik). Sie ist seit 1988 Lehrbeauftragte für Keramische Formgebung an der HTL für Kunst und Design, Graz und seit 2000 leitet sie die Meisterschule für Kunst und Gestaltung Graz, Abteilung Keramische Formgebung. Zahlreiche Ausstellungen und Preise im In- und Ausland.

Monique Schwitter verleiht dem Alltag in ihren Erzählungen und Romanen eine besondere Poesie, die aus dem Alltag und alltäglichen Begegnungen speist. Sie beruht auf dem Zauber jeder erzählten Geschichte, die dem Gewöhnlichen das Besondere entlockt. Was und wie erinnert wird, ob Ereignisse einfach vergessen, bewusst aufgearbeitet oder verdrängt werden - aus Erzählungen und Geschichten formt und bildet sich die Welt.
Monique Schwitter, * 1972 in Zürich, ist Autorin und Schauspielerin und lebt in Hamburg. Sie studierte Regie und Schauspiel am Salzburger Mozarteum und war u.a. am Schauspielhaus Graz engagiert. Ab 2002 veröffentlichte sie erste eigene Texte, Prosastücke und Erzählungen v.a. in den Manuskripten, nachdem deren Herausgeber Alfred Kolleritsch auf sie aufmerksam geworden war. 2005 veröffentlichte sie im Grazer Verlag Droschl ihren ersten Erzählband „Wenn’s schneit beim Krokodil“, dafür erhielt sie 2006 den Robert-Walser-Preis und den Förderpreis der Schillerstiftung. Ihr erster Roman „Ohren haben keine Lider“ wurde 2010 auf Chinesisch übersetzt und auf der Expo in Shanghai präsentiert. 2011 erschien „Goldfischgedächtnis“.

PASSAGEN sind Durchgänge - Räume, die Verschiedenes miteinander verbinden. Was und in welchem Kontext wir wahrnehmen, formt unser Denken und Handeln. Daher ist die Relativierung des Wahrnehmenden in seinen Überzeugungen, was wirklich ist, eine wichtige Sache. Mit zwei „Sichtweisen“, Kunst und Literatur, geht die Reihe PASSAGEN Fragen der Wahrnehmung und der Repräsentation von Wirklichkeit nach. Gleich dem Flaneur sind uns die Passagen ein Ort der Reflexion unserer Zeitgenossenschaft und ein Experimentierfeld der Wahrnehmung.

Eröffnung und Künstlerinnengespräch:
Donnerstag, 16. Mai 2013, 19 Uhr
GrazMuseum, Sackstraße18, 8010 Graz

Ausstellungsdauer: 17.05. - 22.07.2013
Öffnungszeiten:
Mi - Mo, 10 - 17 Uhr

Eine Kooperation von Akademie Graz und GrazMuseum.

EINLADUNG

In der Reihe PASSAGEN präsentieren Akademie Graz und GrazMuseum aktuelle Positionen zu künstlerischen Grundfragen, vom Oszillieren zwischen Fläche und Raum, von der Manipulation der Raums durch das Licht, von Medienwelt und Bildkritik bis hin zur Logik des Unbewussten - begleitet und durchdrungen von kongenialen literarischen Reflexionen.

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