AUSSTELLUNG mit
Cheikh Niass (A)
Oumar Mbengue Atakosso (SN/NL)
Wolfgang Becksteiner (A)
Veronika Dreier (A)
Menschen in Armut, Menschen auf der Flucht, Menschen in Notlagen – gibt es keinen Platz mehr für sie? Der Soziologe Zygmunt Baumann zeigt auf, dass bei der rücksichtslosen und brutalen Ausgrenzung Menschen wie „Abfall“ in Produktionsprozessen behandelt werden. Die „Überflüssigen“ fallen aus der Gesellschaft heraus und finden nicht mehr hinein. Die schrecklichen Zahlen der ertrunkenen Bootsflüchtlinge schockieren bald nicht mehr, Arbeitslose sind an ihrem Schicksal selbst schuld und Bettler sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Diese Desensibilisierung bewirkt eine schleichende Werteverschiebung, die in ihrer Entfernung von Menschenrechten und Humanität mehr als bedrohlich ist und das Ergebnis gescheiteter oder gar nicht erst versuchter Politik der Vielfalt ist.
in Kooperation mit Chialas’Afriqa und Next Andrä
Oumar Mbengue Atakosso, Postmodern Immigrant