01.04.2015 - 08.04.2015

ZUGABE FOLGE XV

>> Weltfamilien und ihre Herausforderungen <<

Vortrag von Elisabeth Beck-Gernsheim, Soziologin (Institute for Cosmopolitan Studies, Universität München)

Was geschieht, wenn die nationale, religiöse, kulturelle, ethnische etc. Grenzen mitten durch Familien gehen? Kann es sein, dass, woran die große Welt scheitert, in den neuen Liebes- und Familienformen mitunter gelingt? Die Verflechtung der Welt ist unrevidierbar, sagt Elisabeth Beck-Gernsheim, und die interkulturellen Familien, die „Weltfamilien“, wie sie sie nennt, leben das schon heute.
 


 

Elisabeth Beck-Gernsheim ist eine deutsche Soziologin. Sie schloss das Studium der Soziologie, Psychologie und Philosophie 1973 in München ab und habilitierte 1987. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem auf Arbeit und Beruf, Familie und Geschlechterverhältnisse, Migration und Ethnizität, Technik und Technikfolgen im Bereich der Medizin. Nach Gastproffessuren an den Universitäten Giessen, München, Hamburg, Erlangen-Nürnberg und Trondheim ist sie seit 2013 am Institute for Cosmopolitan Studiesin Universität München tätig.

 

Publikationen u.a.

Das halbierte Leben, 1980; Vom Geburtenrückgang zum ganz normalen Leben, 1984; Die Kinderfrage, 1988; mit Ulrich Beck: Das ganz normale Chaos der Liebe, 1990; Was kommt nach der Familie?, 1998; Juden, Deutsche und andere Erinnerungslandschaften. Frankfurt a. M. 1999. ISBN 3-518-41074-1;  Wir und die Anderen. 2004 (erweiterte Neuausgabe 2007); Die Kinderfrage heute - Über Frauenleben, Kinderwunsch und Geburtenrückgang. 2006; mit Ulrich Beck: Fernliebe. Lebensformen im globalen Zeitalter. 2011.

Aufsätze

Ein Herz für Klone. Genmedizin: Fortschritte in der Praxis, die Argumente bleiben. In: Süddeutsche Zeitung, 13. Januar 1998.
Nation und Halluzination. „Unsere“ Kultur im Wahlkampf: Wie deutsch sind die Deutschen? In: Süddeutsche Zeitung, 4. September 1998.
„Ein Türke geht nicht in die Oper“ – was Deutsche über Türken wissen. In: Robertson-von Trotha, Caroline Y. (Hrsg.): Kultur und Gerechtigkeit (= Kulturwissenschaft interdisziplinär/Interdisciplinary Studies on Culture and Society, Bd. 2). Baden-Baden 2007. ISBN 978-3-8329-2604-5

 

Weitere Information

Mittwoch, 01. April 2015
Beginn: 18:45 Uhr
Schauspiel Haus Graz, Salon im 1. Rang
EINTRITT ZUM VORTRAG FREI!

Passé - Das Vergangene nach dem gleichnamigen
Film von Asghar Farhadi für die Bühne bearbeitet
von Susanne Wolf (Regie: Patrick Schlösser), Hauptbühne

Im Anschluss an die Vorstellung laden wir Sie zu einem gemeinsamen Gespräch mit Elisabeth Beck-Gernsheimund den SchauspielerInnen ein.

Karten für die Vorstellung
Unter 0316 8000 oder
unter tickets@buehnen-graz.com

Anfragen:
Akademie Graz, Schmiedgasse 40/1
8010 Graz; T: +43 316 837985-0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at

Infos zur Veranstaltung unter:
www.schauspielhaus-graz.com

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Logo und Link Uni Graz
Nachlese
ZUGABE FOLGE XI
>> EIN VOLKSFEIND <<

VORTRAG VON  MICHAEL NARODOSLAWSKY

In kompakten Vorträgen Geben ExpertInnen vor ausgewählten Vorstellungen Einführungen der besonderen Art.

Eine Zusammenarbeit von Akademie Graz, Schauspielhaus Graz und Karl-Franzens-Universität Graz

 

 

 

ZUGABE FOLGE XII
>> IMMER NOCH STURM <<

IMMER NOCH STURM: VORTRAG VON  MAJA HADERLAP


In kompakten Vorträgen geben ExpertInnen vor ausgewählten Vorstellungen Einführungen der besonderen Art.

Eine Zusammenarbeit von Akademie Graz, Schauspielhaus Graz und Karl-Franzens-Universität Graz

ZUGABE FOLGE XIII
Die Zukunft der Unterschicht

Eine Zusammenarbeit von Akademie Graz, Schauspielhaus Graz und Karl-Franzens-Universität Graz.


Gesellschaftliche und politische Reflexionen bilden den Hintergrund dramatischer Literatur. In der Reihe ZUGABE beziehen Expertinnen aus Wissenschaft, Philosophie, Wirtschaft und Politik Stellung zu aktuellen Fragen, die in Produktionen des Spielplans aufgeworfen werden. Bisher waren u. a. die Autorin Maja Haderlap, der Philosoph Robert Pfaller und der Psychoanalytiker Felix de Mendelssohn zu Gast.
Die „Zugaben“ vor Vorstellungsbeginn bieten Hintergrundwissen und Statements zu gesellschaftspolitischen Brennpunkten. Nach den Vorstellungen wird im Salon im 1. Rang zum Gespräch mit Expertinnen, Künstlerinnen und dem Publikum geladen.

Mittwoch, 15.10.2014, 18.45 Uhr Foyer im 3. Rang, Schauspielhaus Graz.
Vortrag von Wolfgang Engler zu „DIE PRÄSIDENTINNEN“ von Werner Schwab (Regie: Simone Blattner)
 

DIE PRODUKTION DER UNTERSCHICHT: In jeder wirtschaftlich fortgeschrittenen Gesellschaft gibt es zahlreiche Menschen, die nicht mehr mitkommen. Rein ökonomisch betrachtet sind sie überflüssig, nutzlos. Allerdings hat man Wege gefunden, moralischen Nutzen aus ihnen zu schlagen: Die äußerst prekäre Lage, in die man sie absichtsvoll versetzt, wirkt abschreckend auf die Mitglieder der anderen gesellschaftlichen Gruppen, „motiviert“ sie, die Zwänge, denen sie selber unterliegen, willig zu ertragen.

 

Im Anschluss an die Theateraufführung findet ein Zuschauergespräch mit Wolfgang Engler über den Vortrag und die Inszenierung statt.
 

ZUGABE FOLGE XIV
>> COMMUNITY <<

ALTERNATIVEN LEBEN: Neue Lebensmodelle, andere Werte, eine gerettete Welt?

Die Grazer Sozialwissenschafterin und Commons-Aktivist David Steinwender gibt Impulse und erzählt von Alternativen, die schon heute konkrete Lebenspraxis sind.
Dazu berichten Mitglieder des Hofkollektivs Wieserhoisl in Deutschlandsberg aus dem Alltag einer gelebten Vision: Ziel ihres gemeinschaftlichen Lebens und subsistenz-orientierten Arbeitens ist es, einer solidarischen und zukunftsfähigen Gesellschaft den Weg zu bereiten.

 


 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
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