09.06.2016 - 09.06.2016

ZUGABE FOLGE XVIII

Die Zeit des Rauschs

In Vorträgen oder Gesprächen geben ExpertInnen vor ausgewählten Theater-Vorstellungen Einführungen der besonderen Art.

Eine Zusammenarbeit von Akademie Graz, Schauspielhaus Graz und Karl-Franzens-Universität Graz

 

Robert Feustel ist Historiker und Politikwissenschaftler an der Universität Leipzig. In seinem Buch „Grenzgänge“ analysiert er
die Kulturen des Rauschs seit der Renaissance. Im zeitgenössischen Optimierungs- und Effzienzwahn hat sich die Idee des Rausches als Freiraum und Auszeit verwischt. Zudem hat eine pharmakologische Anpassung an die Erfordernisse der Gegenwart stattgefunden - denn nicht mehr das Ausklinken, sondern das Besserwerden steht im Vordergrund. Seinen kritischen Stachel hat der Rausch also verloren.

Eine ZUGABE anlässlich des Stücks „Betrunkene“ von Iwan Wyrypajew
Regie: Bernadette Sonnenbichler.

 


 

ROBERT FEUSTEL

Jahrgang 1979, von 1997 bis 2006 Studium Politikwissenschaft und Geschichte in Leipzig und Madrid, seit 2006 Lehrbeauftragter (mit Unterbrechungen), 2007 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft, 2008 bis 2012 Stipendiat der Friedrich Ebert Stiftung, 2012 Promotion an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie zum Thema: “Grenzgänge. Kulturen des Rauschs seit der Renaissance” (summa cum laude – 0,0), 2012 bis 2014 Projektkoordinator des Career Centers der Universität Leipzig, seit Oktober 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter.

MEHR

 

Donnerstag, 09. Juni 2016, 18.30 Uhr

Schauspielhaus Graz, Foyer im 3. Rang
Eintritt zum Vortrag frei!

Im Anschluss an die Vorstellung laden wir Sie zu einem gemeinsamen
Gespräch mit Dr. Robert Feustel und den SchauspielerInnen ein.

Karten für die Vorstellung unter 0316 8000 oder
tickets@ticketzentrum.at sowie an der Abendkasse

Anfragen:
Akademie Graz, Schmiedgasse 40/1
8010 Graz; T: +43 316 837985-0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at

Infos zur Veranstaltung unter:
www.schauspielhaus-graz.com

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Logo und Link Kleine Zeitung
Link Bundeskanzleramt
Nachlese
ZUGABE FOLGE XIV
>> COMMUNITY <<

ALTERNATIVEN LEBEN: Neue Lebensmodelle, andere Werte, eine gerettete Welt?

Die Grazer Sozialwissenschafterin und Commons-Aktivist David Steinwender gibt Impulse und erzählt von Alternativen, die schon heute konkrete Lebenspraxis sind.
Dazu berichten Mitglieder des Hofkollektivs Wieserhoisl in Deutschlandsberg aus dem Alltag einer gelebten Vision: Ziel ihres gemeinschaftlichen Lebens und subsistenz-orientierten Arbeitens ist es, einer solidarischen und zukunftsfähigen Gesellschaft den Weg zu bereiten.

 


 

ZUGABE FOLGE XV
>> Weltfamilien und ihre Herausforderungen <<

Vortrag von Elisabeth Beck-Gernsheim, Soziologin (Institute for Cosmopolitan Studies, Universität München)

Was geschieht, wenn die nationale, religiöse, kulturelle, ethnische etc. Grenzen mitten durch Familien gehen? Kann es sein, dass, woran die große Welt scheitert, in den neuen Liebes- und Familienformen mitunter gelingt? Die Verflechtung der Welt ist unrevidierbar, sagt Elisabeth Beck-Gernsheim, und die interkulturellen Familien, die „Weltfamilien“, wie sie sie nennt, leben das schon heute.
 


 

ZUGABE XVI
>> WAR PORN <<

ZUGABE 
CACTUS LAND
Der Kriegsfotograf Christoph Bangert versammelte in seinem Buch „War Porn“ grausame Kriegsbilder, die nie veröffentlicht wurden. Im Gespräch mit Dramaturg Jan Stephan Schmieding spricht er über die vieldiskutierte Grenze zwischen differenzierter Auseinandersetzung und voyeuristischer Vermarktung sowie über die Frage, ob sich eine solche Grenze überhaupt festmachen lässt.
Eine ZUGABE anlässlich des Stücks „Cactus Land“, das anhand von Anthony Loyds Autobiografie
„My War Gone By, I Miss It So“ entwickelt wurde.
 

ZUGABE FOLGE XVII
AUFLEHNUNG ODER GEHORSAM

Marianne Gronemeyer ist eine radikale Kritikerin von Konsumkultur, Innovationsfieber, Effizienzdruck und Versäumnisangst. Bekannt wurde die Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin mit Büchern wie Das Leben als letzte Gelegenheit. Sicherheitsbedürfnisse und Zeitknappheit oder Genug ist genug. Die Kunst des Aufhörens. Auch in der Bildungsdebatte steht für sie die Frage nach dem „guten Leben“ im Vordergrund. Zu selbstverständlich scheint es uns heute, dass die Bedürfnisse der Institutionen über jene der Menschen dominieren.
Ein Zugabe anlässlich der Junk Opera „Struwwelpeter“ von Julian Crouch, Phelim McDermott und Martyn Jacques, Regie: Markus Bothe.

 


 

Akademie Graz
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STADTPLAN

 

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