01.06.2016 - 10.06.2016

WILLKOMMEN IM MARESILAND

IDENTITÄTEN IN TRANSITION

„Dass...die Immigration, die soziale Frage der Immigration in unseren Gesellschaften, nur die sichtbarste und gröbste Illustration des inneren Exils des Europäers in seiner eigenen Gesellschaft darstellt.”
                                                                                                                    

Jean Baudrillard “Die Intelligenz des Bösen”

 

Eine multimediale Ausstellung als kritischer Versuch einer Selbstanalyse der IDENTITÄT/ EN IGOR FRIEDRICH PETKOVIĆs anhand eigenkuratierter künstlerischer Arbeiten und identitätserforschender Prozesse im Kontext von DIASPORA und HEIMAT/EN, Ver- und Entwurzelungen und der Synthesen von eigenen und fremden Identitätsbildern. Entwürfe einer mentalen Identitätslandkarte. Als Illustrationen eines inneren EXIL mit EXIT werden auszugshaft Werke, Werkskizzen, sowie Konzepte und Diskursbeiträge aus verschiedenen Schaffensperioden, Identitätsperspektiven und Eigende nitionsannahmen präsentiert.

 

 

HEIMAT:MACHT:MIGRANTig

 

Die HEIMAT ist ein eingezäuntes monokulturelles SPIELFELD (monoplay eld). Spielfeld der Sprache. Der Kultur. Des Wertes. Des Bildes. Der Identität. Der Geschichte. Wer die festgesetzte Spielregel (LEITKULTUR) kennt und einhält, ist im Team WIR SIND WIR! Der anerkannte statische Spieler (kulturobjektives ICH) bleibt im Spielfeld (HEIMAT), sonst ist er „out“ (DIASPORA), und hält sich an die Spielregel, sonst ist er „foul“ (FREMD). Das leicht überschaubare Spiel (IDENTITÄT) gibt Sicherheit, Freude und Sinn. „Mia san mia, mia san mia, mia san steaka wia de stia..“ Der GRENZZAUN (ANGST) um das SPIELFELD (HEIMAT) soll SPIELVERDERBER („foul“) von Aussen fernhalten.

Die HEIMATEN hingegen sind offene, interaktive, adaptierbare, multifunktionale SPIELFELDER (multiplay elds). Spielfelder der Sprachen. Der Kulturen. Der Werte. Der Bilder. Der Identitäten. Der Geschichten. Die Spielregeln (PLURALKULTUREN) sind im beständigen Werden, sind prozesshaft, hybrid, verhandelbar, hinterfragbar. Sie überschneiden sich, interagieren, stellen sich in Frage, loten aus, erweitern, befruchten, entgrenzen, synthetisieren. Das Spiel im ständigen Fluss. Der open-source Spielregelcode (MULTIPLE IDENTITÄTEN), kann von allen Spielern eingesehen und erweitert werden kann. Die dynamischen Spieler (kultursubjektives ICH) bewegen sich im Spielfeld der IDENTITÄTEN IN TRANSITION und entwickeln ihre Regeln miteinander und Positionen zueinander ständig weiter. Die offenen Teams WIR SIND MEHR!

Der Künstler lädt zur Lectureperformance HEIMAT:MACHT:MIGRANTig mit anschließen- dem Gespräch und offener Diskussion zum Thema ein.

Die Veranstaltung ist Teil des Projektes: From Diaspora to diversities - Transformativ action for diasporic art & cultural diversity management.

Eröffnung:

Dienstag, 31.05.2016, 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 01.06. - 10.06.2016

 

Lectureperformance, Artist Talk und Diskussion:

Dienstag, 07.06.2016, 19 Uhr

 

Akademie Graz, Schmiedgasse 40/I, 8010 Graz

Um Anmeldung wird gebeten!

T: 0316 837985-0
office@akademie-graz.at

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Nachlese
2015
WORKSHOP
Methoden, Erfahrungen und Schwierigkeiten in der Umsetzung partizipativer Kunstprojekte im öffentlichen Raum

Workshop in Kooperation mit Mirjana Peitler-Selakov im Rahmen des Projekts „From Diaspora to Diversities“ einladen.

 

Workshop zur Ausstellung: „bitte besser bitter“
Öffentlicher Raum: Aktion und Kommunikation hier und dort
mit: Dragan Protić, ŠKART und Ursula Kiesling

COLLABORATIVE NETWORKS
ERÖFFNUNG


Max Frey, Angelika Loderer, Erwin Polanc, Valentin Ruhry, Max Schaffer, Anita Witek

 

Die kognitive und die emotionale Wahrnehmung ist heute zu einem Großteil auf den Bildschirm gerichtet und aus ihm gespeist. Wir leben im Zeitalter der Selbstdarstellung,
und das gilt auch für Kunstwerke. Sie sollten „fotogen“ sein, sich mit einem Foto möglichst umfassend und effektvoll präsentieren lassen. Die Wirkung auf dem Bildschirm wird zu einem zentralen Kriterium im Ranking des Kunstmarkts. Dem entgegengesetzt ist das Arbeiten in künstlerischen Netzwerken, die sich den Marktprinzipien entziehen und Zentren wie Peripherien über persönliche Beziehungen künstlich verbinden.


Die Ausstellung zeigt Positionen von sechs Künstlerinnen und Künstlern entlang der Achse von Graz, Wien und Berlin, die Visualität auf ihre Weise zum Thema machen. 

 

COLLABORATIVE NETWORKS
KÜNSTLERINNENGESPRÄCH

 


Künstlerinnengespräch und Katalogpräsentation im Rahmen von
artist’s talk and presentation of the catalogue in cooperation with
AKTUELLE KUNST IN GRAZ:


Dauer / duration: 23.04. – 21.05.2016

Öffnungszeiten / opening hours:
Di - Fr, 11.00 - 18.00 Uhr
Sa, 11.00 - 16.00 Uhr

Eine Zusammenarbeit von / a collaboration of
Akademie Graz, Forum Stadtpark and Österreichisches Kulturforum Berlin

Öffnungszeiten: Galerientage 2016
Fr, 06.05., 18.00-23.00
Sa, 07.05., 11.00-19.00
So, 08.05., 11.00-17.00

FORUM STADTPARK, Stadtpark 1, A-8010 Graz
T. +43.316.827734, F. +43.316.82773421
info@forumstadtpark.at, www.forumstadtpark.at

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at