13.01.2017 - 15.01.2017

disABILITY

KUNST KENNT KEINE BEHINDERUNG

Wir besuchen auf dieser Reise herausragende Initiativen und Projekte in den Bereichen Kunst, Journalismus und Forschung, wo Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und auf höchstem Niveau ihrem Blick auf die Welt Ausdruck geben.

Der Umgang mit Behinderung wirft ein klares Licht auf die gelebten Werte einer Gesellschaft. Angesichts der gegenwärtigen Zukunftslosigkeit wäre gerade die Inklusion eine bereits ausformulierte Vision einer sich der Vielfalt der Menschen und ihren unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten öffnenden Gesellschaft.
Die Disability Studies, ein von WissenschafterInnen mit Behinderung initiierter Forschungsbereich, werfen einen neuen Blick auf Behinderung – weg von dem, was nicht geht, und hin zu dem, was den Menschen auszeichnet: abilities statt disabilities. Denn es ist vor allem das Umfeld, das eine Beeinträchtigung zur Behinderung werden lässt. Beeinträchtigungen wiederum sind ein selbstverständlicher Teil der Vielfalt, die das Mensch-Sein ausmacht.

Besuch Atelier Goldstein in Frankfurt am Main

Das Atelier Goldstein der Lebenshilfe ist eine KünstlerInnengruppe in Frankfurt am Main. In einem Verfahren, das dort seit dem Jahr 2000 entwickelt und angewandt wird, arbeiten KünstlerInnen mit Behinderung und KunsttrainerInnen in den Bereichen Malerei, Plastik, Modellbau, Fotografie und Film. Initiatorin, Mitgründerin und Leiterin ist Christiane Cuticchio, ausgebildete Bühnen- und Kostümbildnerin. Die außergewöhnliche künstlerische Qualität des Ateliers sorgt für internationale Anerkennung und befördert die gesellschaftliche Anerkennung von Menschen mit Behinderung auch im Kunstbereich. Die Werke der KünstlerInnen werden in namhaften Museen Europas gesammelt und ausgestellt. Besonders bemerkenswert ist die Innenraumgestaltung der Marienkirche in Aulhausen durch das Atelier Goldstein.


Besuch der Redaktion des Magazins OHRENKUSS

Ohrenkuss ist ein Magazin, das von Menschen mit Down-Syndrom gemacht wird. Sie sind die Redaktionsmitglieder, schreiben die Texte und recherchieren Themen, machen Interviews und geben Hefte zu thematischen Schwerpunkten heraus. OHRENKUSS ist eine charmante Form der Selbstrepräsentation von Menschen mit Down Syndrom, die sowohl gestalterisch wie konzeptuell sehr gelungen ist. Chefredaktion und Konzeption: Dr. Katja de Bragança

 

Besuch der Ausstellung TOUCH DOWN 21 in der Bundeskunsthalle in Bonn

TOUCHDOWN 21 ist ein partizipatives Forschungsprojekt zum Thema Down-Syndrom, an dem Menschen mit Down-Syndrom maßgeblich beteiligt sind. Durch die Koppelung der Forschungsarbeit an die Ausstellung in der Bundeskunsthalle soll eine breite Öffentlichkeit erreicht werden.
Das Thema der kulturhistorischen Ausstellung ist zum einen die historische und wissenschaftliche Erkundung des Down-Syndroms, zum anderen werden Fragen darüber gestellt, wie Menschen mit Down-Syndrom leben und leben wollen. Die Ausstellung wird daher aus einer Reihe von Exponaten aus den Fachbereichen Archäologie, Zeitgeschichte, Genetik, Medizin, Soziologie, Literatur, Film, Theater und Bildende Kunst bestehen.
Konzept und Idee stammen von der Humangenetikerin und Biologin Katja de Bragança, die seit 1998 Chefredakteurin des Magazins Ohrenkuss ist.

Seminarreise
Freitag, 13. Jänner bis Sonntag, 15. Jänner 2017

 

Eine Kooperation von Akademie Graz und Lebenshilfen Soziale Dienste GmbH

 

Die Reise wird durchgeführt mit Reiseparadies Kastler.
Busreise, Nächtigung im Doppelzimmer und Frühstück,
exkl. Eintritte ab 25 TeilnehmerInnen: € 280,–
Einzelzimmerzuschlag: € 71,–
Busreiseschutz der Europäischen Reiseversicherung:
€ 25,– pro Person (optional)
 

ANMELDUNG
bis 20.12.2016 unter reisen@kastler.at, 07234/823 23-0

INFORMATION: Akademie Graz, office@akademie-graz.at, 0316-837985-0

Nachlese
2012
KUNSTFAHRT ZUR DOCUMENTA13 IN KASSEL

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
www.akademie-graz.at