17.02.2018 - 09.03.2018

AUSSTELLUNG MICHAELA BRUCKMÜLLER

…sollst sanft in meinen Armen schlafen… oder das dualistische System der toxischen Flora

Michaela Bruckmüller behandelt das Thema Kommunikation am Beispiel heimischer Pflanzen, die zur Abwehr und somit Arterhaltung Gifte bilden. Während andere Pflanzen sich mit Stacheln oder Dornen abgrenzen, wird ihre Giftigkeit oft durch Signalfarben sichtbar. Sie locken nach außen durch Schönheit in Farbe und Form, tragen aber den Abgrund in sich, denn sie sind meist beim ersten Kontakt für den Menschen toxisch, also krankmachend. Sobald man sich aber näher mit einer Pflanze beschäftigt und ihre Giftstoffe in eine bestimmte Konzentration und Zusammensetzung bringt, kann sie – entgegen ihres vormaligen pathogenen „Konzepts“ –  auch kurativ wirken. Übertragen auf den Menschen wird hiermit die Kommunikation als ein Prozess definiert, der sich zwischen Abwehr, Schutz, Verlockung und tieferer Auseinandersetzung bewegt. Bruckmüller stellt die Pflanzen in großformatigen, gestochen scharfen Aufnahmen in einer nüchternen, dekorativen Ästhetik dar. Inkludiert ist die lateinische Bezeichnung der jeweiligen Pflanze sowie ihre Bedeutung für die Kommunikation mit der Umgebung. Zu den Arbeiten werden von einer Frau gelesene Texte aus dem Buch „Tod und Flora“ von Helmut Eisendle – eine Vorstellung von 33 Giftpflanzen und deren toxischen „Qualitäten“ sowie absurde Berichte von Menschen, die durch von anderen verabreichte Pflanzengifte starben – eingespielt.                                                                                         Petra Noll

 

Michaela Bruckmüller, geb.1971 in Wels, OÖ.
lebt und arbeitet in Wien
www.michaelabruckmueller.net

Höhere Bundeslehranstalt für Kunstgewerbe, Linz Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz die grafische / Kolleg für Fotografie / Diplom, Wien

 

Stipendien – Ankäufe – Förderungen
2017 Ankauf BMUKK, Artothek Projektstipendium BMUKK
2015 Ankauf Kunstsammlung Land OÖ 2014 Ankauf burgenländische Landesgalerie
Gastatelier „das weisse haus“, Wien 2011 Ankauf BMUKK, Artothek
2010 Ankauf Kunstsammlung Land OÖ 2009 Ankauf burgenländische Landesgalerie
Projektförderung BMUKK, Wien
2008 Ankauf österreichische Nationalbibliothek 2005 Ankauf burgenländische Landesgalerie
Projektförderung Otto-Mauer-Fonds, Wien
Projektförderung BMUKK, Wien 2003 AIR Fotografie Rom, BMUKK, Wien
AIR Paliano, Land Burgenland
Einzelausstellungen (Auswahl)
2014 alles gut, galerie grosswerk, Wien
2012 wohnen und bewohnen, Installation, OHO Oberwart 2011 vor dem anfang war die nacht, Landesgalerie, Eisenstadt 2010 hier ist dort, SEC spazio espositivo, Bologna
2009 i am your neighbour, Literaturhaus Mattersburg
2006 i am your neighbour, galleria CAMPO, Bologna

 

Gruppenausstellungen (Auswahl)
2017 imFLUSS – foto fluss / Fotoforum Innsbruck Substanzen sind ́s..., artP Kunstraum / NÖ
2016 eigentlich mein favorit.., vienna art week, MASC / Wien
Auf einem schönen grünen Platze../U-Hof im OÖ Kulturquartier,
Linz, die kunstsammlung packt aus, Artothek Land OÖ / Linz Simultan, U-Hof im OÖ Kulturquartier / Linz, Vom Schreiben, Reisen und Fotografieren / NÖ-art, Spiegel, Reflexion, Porträt, bäckerstrasse4 plattform für junge kunst / Wien
2015 Spiegel, Reflexion, Porträt, bäckerstrasse4 - plattform für junge Kunst / Wien, Modern Talking II, FOTOFORUM BRAUNAU
Linzer Kunstsalon, OÖ Landesgalerie/Linz, Schaufenster / galerie, U-Hof im OÖ Kulturquartier / Linz, die weisse ab-haus-verkaufs- kunstschau #4, weisses haus / Wien, Aviarium, U-Hof im OÖ Kulturquartier / Linz, Mediating Imagination, fotok [2] Galerie / Wien Biennale Intergraf Alpe-Adria/Kunsthaus Weiz
2014 Eine Locke von deinem Haar, MASC Foundation - Monat der Fotografie / Wien, Willkommen im Paradies, Landesgalerie BGLD. Jahresgaben, das weisse haus / Wien
2012 Röcke tragen, Museum der Moderne Salzburg
2011 stärke, die, weiblich:, OHO oberwart
2009 fotografie braucht ihren raum III, Eisenstadt, x-art, Landesgalerie
Eisenstadt, ausgewählt: 10 Jahre < ROTOR >, rotor / Graz
lust, Orangerie, Eisenstadt, miscellanea, spazio campo / Bologna 2008 ig bildende kunst, Monat der Fotografie/Wien, anika handelt, brick 5
Wien
2007 fotografie braucht ihren raum II / Eisenstadt
2006 portrait, FORUM STADTPARK/Graz, we are what we are / rotor,
Galeria Noua / Bucharest
2005 That ́s new!, IG bildende Kunst/Wien, we are what we are – aspects
of roma life in contemporary art, rotor, Galerija Skuc / Ljubljana intim, echoraum / Wien
Private Space – International Fotofestiwal Lodz
2004 wir sind wer wir sind / rotor, Minoriten Galerien / Graz

ERÖFFNUNG:

17.02.2018 BEGINN: 11.00 UHR
 

AUSSTELLUNGSDAUER:

19.02. – 09.03.2018
 

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo – Do 10.00 – 17.00,

Fr 10.00 – 14.00 und nach Vereinbarung
 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
+43 (0)316-837985-0
office@akademie-graz.at
 

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Nachlese
SCHWÄRMEN + VERNETZEN
swarming + networking

Die transdisziplinäre Kunstausstellung untersucht die Möglichkeiten grenzüberschreitenden Arbeitens in der Kunst. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit der Autorin Gertrude Grossegger, der Installationskünstlerin und Molekularbiologin Nayarí Castillo und dem Klangkünstler Hanns Holger Rutz. Ziel ist die Entwicklung neuer Verbindungen zwischen Text, Raum und Klang. Dazu haben sich die drei KünstlerInnen experimentell mit dynamischen Systemen des Schwärmens und Vernetzens in der Natur auseinandergesetzt und beziehen sich dabei auf die wissenschaftliche Erforschung der Schwarmintelligenz.

The transdisciplinary art exhibition explores the possibilities of boundary crossing in art. The project is a collaboration between writer Gertrude Grossegger, installation arts and trained molecular biologist Nayarí Castillo, and sound artist Hanns Holger Rutz. In order to make novel connections between text, space and sounds possible, the three artists put themselves into an experimental arrangement, topically structured around dynamical systems of swarming and networking, originating from nature. The project incorporates scientific research on swarm intelligence.

 

Eine Kooperation von / a cooperation by:
Akademie Graz, LICHTUNGEN, Artlife Lab KFU Graz, Algorithms that Matter (FWF AR 403) und Stift St. Lambrecht.

 

SCHWÄRMEN UND VERNETZEN
KünstlerInnengespräch

Am Dienstag 19.09. ist zum letzten Mal die Ausstellung 'Schwärmen+Vernetzen' in der Akademie Graz zu sehen und zu hören. Um 15:00 Uhr wird es dazu ein KünstlerInnengespräch und eine Lesung von 'Laufende Rhythmen' von Gertrude Grossegger geben.


Neben den drei Holobionten dürfen wir dort als weitere Gäste begrüßen: Asya Ilgün --Architektin und derzeitig Research Fellow am Artificial Life Lab der
Karl-Franzens-Universität Graz. Sie erforscht die Übergänge und Interaktionen zwischen Technologie/Architektur und Natur anhand von 3D-gedruckten Bienenstöcken. David Pirrò -- Komponist und ausgebildeter Physiker, Institut für Elektronische Musik und Akustik der KUG Graz. Er forscht an dynamischen und physikalisch-modellierten Systemen und untersucht im Rahmen des Projektes 'Algorithms that Matter' gemeinsam mit Hanns Holger Rutz die experimentellen und materiellen Bedingungen algorithmischer Klänge.

Moderation: Astrid Kury (Akademie Graz).

ZEITGEFÜGE
AUSSTELLUNG JUDITH SAUPPER

Wie ist der Raum beschaffen, wenn er nicht erfahren wird? Wie kann man Zeit bildlich darstellen? Judith Saupper beschäftigt sich mit genau diesen Fragen und erarbeitet in Form von Collagen, sowohl heuristisch als auch künstlerisch, zweidimensionale Arbeiten auf Papier, Modelle von Hochhäusern und Nicht-Orten sowie collagierte Raum-Objekte und Installationen. Die Künstlerin geht dabei von der urbanen Gegenwart aus, wobei ihr Fokus auf der erfühlten Qualität von Räumen liegt.

 

Eine Kooperation von Akademie Graz, Haus der Architektur und
LICHTUNGEN - Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik.

ÜBERSCHREIBUNGEN
KUNSTDIALOGE AUF AUGENHÖHE

Überschreiben und Neu-Codieren sind, so Peter Weibel, elementare Strategien des kulturellen Wandels. Traditionen werden einer beständigen Aktualisierung unterworfen. Das findet gegenwärtig auch im Umgang mit Behinderung statt: Selbstbestimmt zu leben, ein Gegenüber auf Augenhöhe zu sein und die Welt mitzugestalten, das sind die Ziele von Inklusion.

Der Kunstdialog zwischen dem Atelier Randkunst der Lebenshilfe und der 6A-Klasse am Akademischen Gymnasium unter künstlerischer Begleitung von Walter Köstenbauer ist ein gutes Beispiel für das gemeinsame Gestalten auf Augenhöhe: In mehrmaligen Begegnungen haben die Randkünstler und die SchülerInnen Werke getauscht und wechselweise überarbeitet. Die dabei praktizierte Sensibilität, Respekt und Wertschätzung für den Selbstausdruck des Anderen hat die gemeinsame Arbeit an einem größeren Ganzen erst ermöglicht.

 


 

 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
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