19.01.2019 - 15.02.2019

Ausstellung KARLA KOWALSKI

Oben der Himmel

Federzeichnungen auf japanischem Papier
In Erinnerung an Michael Szyskowitz
 

Wenn die gezeichnete Landschaft im Himmel gespiegelt erscheint, dann verwischen sich Himmel und Erde jenseits der Scheitellinie des Horizonts, dann mutieren Erd- und Wolkenräume trotz schwarzweißer Darstellung zu vielfarbig konzentrierten, imaginierten Seelenlandschaften, dann gewinnen zweidimensionale Skizzen eine kraftvolle Tiefe, die das Eintauchen in virtuelle Landschaften der dritten Dimension nur noch als eine Frage der Zeit erscheinen lässt. (Prof. Frank R. Werner / Universität Wuppertal)

 

KARLA KOWALSKI, geboren in Beuthen (Oberschlesien), studierte in Darmstadt und London Architektur und hat als Professorin der Universität Stuttgart lange das Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen geleitet. Das umfangreiche architektonische Oeuvre des Büros Szyszkowitz + Kowalski in Österreich und Deutschland wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Karla Kowalski ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und lebt zur Zeit in Graz. Parallel zur architektonischen Arbeit entstanden zahlreiche Zeichnungen und Kaltnadelradierungen sowie große Tierplastiken aus Ton.

ERÖFFNUNG

Samstag, 19.01.2019
11.00 Uhr

 

AKADEMIE GRAZ
Neutorgasse 42, 8010 Graz
 

Ausstellungsdauer:
21.01. bis 15.02.2019
 

Öffnungszeiten:
Mo bis Do, 10.00 - 17.00 Uhr
Fr, 10.00 - 14.00 Uhr und nach Vereinbarung

 

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Nachlese
AUSSTELLUNG JULIA GAISBACHER UND BARBI MARKOVIC
ONE DAY YOU WILL MISS ME

Belgrads neues Luxusviertel Waterfront steht mit seinem kontrastreichen Umbau der Stadtvedute für einen ungenierten ästhetischen Kapitalismus. Julia Gaisbacher und Barbi Markovic untersuchen in ihrem gemeinsamen Kunst-Literatur-Projekt diese vielsagenden Überlagerungen von Sein und Seinsollen, wie sie sich auf der Baustelle und in der Bewerbung des Stadtentwicklungsprojekts zeigen. Denn die Effekte dieser Wirklichkeit gewordenen Scheinwelt erweisen sich als repräsentativ für viele Umbrüche der Gegenwart.

 

Das überdimensionale Stadtteilentwicklungsprojekt „Waterfront Project“ der Eagle Hill Group transformiert den Stadtteil Belgrads Savamala sowie die gesamte Stadtlandschaft nachhaltig. Anstelle des gewachsenen Wohnviertels sowie der alten Hafen- und Bahnhofsanlage sollen gated communities, Büros und Retailflächen für eine aufstrebende Mittelschicht entstehen. Die daraus resultierenden urbanen Verdrängungsprozesse und Zwangsenteignungen werden auf politischer Ebene wohlwollend geduldet und nicht entgegengewirkt. Kritischen Medienberichten zu Folge profitieren Teile der Regierung durch Korruption rund um das Immobiliengeschäft während ökonomisch schwache Stadtbewohner*innen dadurch weiter an den Rand des Stadtgefüges gedrängt werden.
Zum weithin sichtbaren Symbol des „Waterfront Project“ wurden die beiden ersten Wohntürme des 1,8 Millionen Quadratmeter umfassenden Bauprojekts. Lebendiger urbaner Raum ist stets Veränderungen unterworfen, allerdings kaum derart drastischen Einschnitten. Das Bauprojekt dominiert stadtplanerisch, ökonomisch selbst visuell den Alltag Belgrads. Der erste Teil Julia Gaisbachers fortlaufende Dokumentation „One day you will miss me“ hält den status quo des Belgrader Stadtgefüges zum Zeitpunkt des Rohbaus der beiden Wohntürme und damit unweigerlich die Verfasstheit der serbischen Politik beziehungsweise gesellschaftlicher Verdrängungsprozesse fest. Niemals im Fokus der Fotos, sind die Türme stets präsent und kontrastieren mit der alten Bausubstanz der gewachsenen Stadt. In ihrer Dimension und Materialität bleiben sie Fremdkörper in der Belgrader Stadtlandschaft. Erst im Austausch mit den Bewohnern*innen der Stadt wird bewusst, dass selbst derartige architektonische Eingriffe innerhalb kurzer Zeit Teil der persönlichen Sehgewohnheiten und gleichsam langsam unsichtbar werden.
Gleichzeitig offenbart sich in Belgrad als einem der hotspots der Fluchtbewegungen nach Europa die Paradoxie internationaler Mobilität. Während durch die Schließung der so genannten Balkanroute unzählige Menschen auf ihrer Flucht in Belgrad strandeten, gilt für die Initiatoren des „Waterfront Project“, die Investoren der arabischen Immobilienentwicklungsgruppe „Eagle Hills“, uneingeschränkte Mobilität. So zeigt sich wie Geschäftsinteressen losgelöst von limitierenden Grenzziehungen agieren können. Im Gegensatz dazu stoßen die geflüchteten Menschen entlang der ungarischen, kroatischen und griechischen Grenze in Serbien und Mazedonien an eine für sie legal unüberwindbare Hürde. Dieses Scheitern einer koordinierten und solidarischen Politik Europas schreibt sich ebenso in die Stadtlandschaft Belgrads ein.


(Anna Resch und Sebastian Jobst, 2017)

 


 

EVA EGERMANN: DAS EXPLODIERENDE MAGAZIN
Präsentation Crip Magazine No. 1 und No. 2

SA 05.05.2018, 12.00 Uhr (Tag der Inklusion):
Ausstellungseröffnung in Kooperation mit dem Institut für Amerikanistik der KFU Graz im Rahmen von aktuelle kunst in graz
Mit Tamar Tembeck, McGill University, Montreal, Canada: Über Kunst in den Critical Disability Studies 

Die Bilder, die wir täglich sehen, bestimmen den Horizont unserer Vorstellungen: das „politisch Unterbewusste“ (Frederic Jameson). Diesen alltäglichen Normierungen setzt das Crip Magazine alternative Lesarten von
Krankheit, Behinderung und Schmerz entgegen. Ziel ist über Kunst, visuelle Kultur und das Imaginäre eine andere Praxis zu erproben. Die Beiträge beschäftigen sich mit Crip-Popkultur, Kunst, Body-Issues und körperlichen sozialen Beziehungen.

SCHALEN SCHLACHT MIT RUHELOS 4.1.2
Ausstellung Matthias Bürger-Mader

Danke

für den Fisch!
für Dich!
für Musen!
an mich, sowieso!
der Familie!
den Kindern!
an Alle!

 

Buchpräsentation
schwärmen + vernetzen

Das Projekt 'schwärmen + vernetzen' untersuchte die Möglichkeiten transdisziplinären Arbeitens in der Kunst. 

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
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