10.04.2019 - 10.04.2019

ZURÜCK ZUR ZUKUNFT - Vortrag

Markus Metz, Georg Seeßlen

Buchpräsentation in Kooperation mit dem esc medien kunst labor:
„Markus Metz, Georg Seeßlen, Freiheitstraum und Kontrollmaschine. der (vielleicht) kommende Aufstand des nicht zu Ende befreiten Sklaven"
(bahoe books Wien 2018)

Mit dieser wortgewaltigen und monumentalen Gesellschaftskritik führt uns das bekannte bayrische Duo Metz/Seeßlen vom passiven Begreifen der bestehenden technischen und gesellschaftspolitischen Veränderungen zum aktiven Widerstand gegen selbige. Nach ihren epochalen Werken Blödmaschinen und Freiheit und Kontrolle entwickeln sie nun in ihrem neuen Buch eine handlungsorientierte Synthese, eine Kritik aller ideologischen Fallen der gesellschaftlichen Linken und damit das perfekte Vademecum für alle Lebenslagen des künftigen revolutionären Subjekts. (bahoe books)

Georg Seeßlen, geboren 1948 in München, studierte Semiotik, Malerei und Kunstgeschichte und arbeitet als freier Autor, Feuilletonist und Filmkritiker.
Markus Metz, geboren 1958, Studium der Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft in Berlin, lebt als freier Journalist und Autor in München.
www.bahoebooks.net

 

Buchpräsentation und Vortrag

Markus Metz / Georg Seeßlen

ZURÜCK ZUR ZUKUNFT


„Markus Metz, Georg Seeßlen, Freiheitstraum und Kontrollmaschine. der (vielleicht) kommende Aufstand des nicht zu Ende befreiten Sklaven"
(bahoe books Wien 2018)
 

Mittwoch, 10. April 2019
19.00 Uhr

 

esc medien kunst labor
Bürgergasse 5
8010 Graz

unterstützt von:
Logo Land Steiermark Kultur, Europa, Aussenbeziehungen
Graz Kultur
Link Bundeskanzleramt
Nachlese
Karl-Markus Gauß
EUROPA, UNENTDECKER KONTINENT / EVROPA, NEODKRITI KONTINENT

Europa zeichnet sich durch seinen Reichtum an Sprachen, Kulturen und Geschichten aus. Gegenwärtig scheinen aber Nationalismus und Homogenität wieder attraktiver zu werden als die Förderung der regionalen Vielfalt Europas. Demokratische Strukturen werden dabei entkräftet, Grundrechte in Frage gestellt. Wohin geht Europa?

 

BUCHPRÄSENTATION UND LESUNG
Ludwig Laher - Wo nur die Wiege stand

Kompositorisch ist das Kunststück, auf der einen Ebene immer weitere Informationen mit oft köstlichen Anekdoten zu den Windelhäusern großer Geister zu bieten und auf der anderen die Reflexion über das Gedenken weiterzutreiben, prächtig gelungen. Es sind gleichsam zwei Kreise, die sich immer neu ineinanderschieben, das Erzählerische, Informative und das Nachdenkliche, Reflexive. (Karl-Markus Gauß)
Kaum fünfzehn Kilometer liegen Braunau und Marktl voneinander entfernt. Gemeinsam ist beiden Orten am Inn, dass sie kurz Elternpaare mit Wickelkindern beherbergten, die Weltgeschichte machen sollten. Während Marktl versuchte, aus den ersten zwei Lebensjahren des deutschen Papstes möglichst viel Kapital zu schlagen, hadert Braunau mit seinem Schicksal, dauernd mit dem Winzling Adolf in Verbindung gebracht zu werden, der dort übers Windelfüllen doch nicht hinauskam.
Ludwig Lahers geistreicher, ebenso kurzweiliger wie vielschichtiger literarischer Essay über früh verlassene Geburtshäuser Prominenter spürt unter anderem der Frage nach, was es mit der vielbeschworenen, kaum je aber nachvollziehbar begründeten Aura solcher Schauplätze auf sich hat. Wie gehen die Kommunen mit ihnen um, wie die Gedenkinstitutionen selbst? Welche Blüten treiben merkantile und/oder politische Erwägungen? Warum ziehen bloße Windelorte überhaupt Neugierige an? Wie äußern sich die ehemaligen Windelträger selbst dazu, wenn sie es denn tun?
Von Hitler und Benedikt XVI. über Albert Einstein, Jean Paul, Robert Musil, Bert Brecht, Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Paul Celan, Engelbert Dollfuß, Rosa Luxemburg bis hin zu Paul Klee reicht der assoziative Bogen eines Streifzuges, der wahrscheinlich Kopfschütteln, Schmunzeln und ungläubiges Staunen hervorrufen wird, aber auch zum ernsthaften Nachdenken anregen will.
   

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