03.12.2021 - 23.01.2022

Zärtlicher Schmerz

Eine Ausstellung über die Sehnsucht nach Nähe (und den Wunsch nach Distanz)

Eine Kooperation von Kunsthaus Mürz und Akademie Graz

Nähe als Berührung ist mit der Pandemie ein sensibles Thema geworden. Das Erleben von Nähe gehört zum menschlich universellen Fundament von Bedürfnissen, das hat die Philosophin Martha C. Nussbaum in ihren Überlegungen zu Gerechtigkeit gerade am Beispiel von Behinderung herausgearbeitet. Davon ausgehend versammelt die Ausstellung eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Sehnsucht nach Nähe, in ihrer höchsten Intensität als Liebe und Intimität, aber auch mit ihrem Gegenüber, dem Wunsch nach Distanz.

Mit: Atelier 10 (AT) / Franza Maier und Ivana Kralj, Atelier Goldstein (DE) / Perihan Arpacilar, Tina Herchenröther, Franz von Saalfeld, Juwen Zhang und Birgit Ziegert, Heribert Friedl (AT), Claudia Klučarić (AT), Julia Krahn (DE/IT).

Kuratiert von Astrid Kury, Akademie Graz

ERÖFFNUNG
Freitag, 03. Dezember 2021

 

Kunsthaus Mürz
Wiener Straße 56
8680 Mürzzuschlag

 

Eine Kooperation von Kunsthaus Mürz
und Akademie Graz

unterstützt von:
Graz Kultur
Nachlese
STEIERMARK SCHAU
Mobiler Pavillon - Spielberg

Der mobile Pavillon wird, als Expositur der neuen großen Ausstellung des Landes, der STEIERMARK SCHAU, von Wien ausgehend in Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg zu besuchen sein.
In einer monumentalen Video-Rauminstallation auf einer Fläche von 800 m2 wird eine Gegenwartsanalyse zur Steiermark ausschließlich in bewegten Bildern gezeigt.

STEIERMARK SCHAU
Mobiler Pavillon - Schladming

Der mobile Pavillon wird, als Expositur der neuen großen Ausstellung des Landes, der STEIERMARK SCHAU, von Wien ausgehend in Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg zu besuchen sein.
In einer monumentalen Video-Rauminstallation auf einer Fläche von 800 m2 wird eine Gegenwartsanalyse zur Steiermark ausschließlich in bewegten Bildern gezeigt.

STEIERMARK SCHAU
Mobiler Pavillon - Bad Radkersburg

Der mobile Pavillon wird, als Expositur der neuen großen Ausstellung des Landes, der STEIERMARK SCHAU, von Wien ausgehend in Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg zu besuchen sein.
In einer monumentalen Video-Rauminstallation auf einer Fläche von 800 m2 wird eine Gegenwartsanalyse zur Steiermark ausschließlich in bewegten Bildern gezeigt.

WHAT SIT WE HERE, TILL WE DIE?
Ausstellung JOHANES ZECHNER

Werke aus dem Zyklus „Emblems From The Bible“ 2017 – 2022
(Übersetzung: Peter Waterhouse)

Die Zeichnungen von Johanes Zeichner sind Bildräume entlang der Sprachbilder von Christine Lavant und Inger Christensen bis Peter Waterhouse und Marion Poschmann. Fragmente der Lyrik stehen im Bild, geschrieben wie die Linie gezogen ist und Farbe sich ausdehnt. Eine Atmosphäre seelischer Intensität entsteht, greifbar in der Erinnerung an erlebte Momente und doch in aller Wucht des Möglichen, ohne Wegführungen durchs erfüllende Dunkel des Lebendigen. Kunst spricht für sich für mich, in ihrer eigenen Sprache.

Ebenso in den Gemälden. Farben und Farbauftrag bilden einen Rahmen für den imaginären Bildraum; nicht mehr als das, Öl auf Leinwand, bildet den Raum für die Freiheit im inneren Flanieren - und die schiere Freude am Sehen. Der Einstieg ist durch die Pracht der Farben in ihren dichten Klängen und Resonanzen mehr als einladend, jede Facette des Farbauftrags reizvoll und assoziationsreich. „Emblems from the Bible“ ist eine mehrjährige Werkserie mit Textfragmenten in der Übersetzung von Peter Waterhouse.
Jedes Bild von Johanes Zechner ist so besehen ein Kosmogramm, wie es der Historiker John Tresch (Warburg Institute, London) für die Gegenwart einfordert: über Kunst, Wissenschaft oder Technologie exemplarische Bilder für die Beziehung von Mensch und Welt zu formulieren, viele verschiedene, fragmentarische – gerade in einer Zeit, in der sich alles ändern wird müssen. Ein Kosmogramm ist nach Tresch ein Versuch, ein Bild zu machen, das mehr enthält, das in sich eine Evidenz birgt, in der wir immer wieder und doch nur unzureichend zu lesen versuchen, und die zugleich eine Erinnerung an die Kostbarkeit jedes Moments im Leben ist, eine Erinnerung an das, was sein kann, was wir darin sein können, oder wenigstens könnten.

Akademie Graz
Neutorgasse 42, 8010 Graz
STADTPLAN

 

Tel: (0043) 0316 83 79 85 - 0
office@akademie-graz.at
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